IZABELLA GUSTOWSKA
KVOST freut sich, die polnische Künstlerin Izabella Gustowska (1948*) als diesjährige Empfängerin des KVOST Stipendiums und des mit 10.000 Euro dotierten Claus Michaletz Preises 2026 bekannt zu geben. Die Künstlerin wurde aus 124 Bewerbungen ausgewählt.
Izabella Gustowska lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Poznań. Sie spielt seit den 1970er-Jahren eine zentrale Rolle in der konzeptuell ausgerichteten polnischen Kunst, die sich mit Körperdarstellungen und einer feministischen Kritik der Repräsentation beschäftigt.
Sie ist Professorin an der Magdalena Abakanowicz Universität der Künste in Poznań und leitet dort das Studio für Experimentalfilm. Sie nahm unter anderem an der São Paulo Biennale (1983, 1987) und der Venedig Biennale (1988) teil sowie an zahlreichen weiteren internationalen Ausstellungen im In- und Ausland. Ihre Werke befinden sich in renommierten Museen und Sammlungen in Polen und im Ausland, darunter im Nationalmuseum Wrocław, im Museum of Modern Art in New York sowie in der privaten Sammlung von Grażyna Kulczyk im Susch Museum.
Im Zentrum ihres Schaffens stehen Fragen nach Identität zwischen Erinnerung und Fiktion sowie Verwandtschaften zu den Arbeiten anderer Künstlerinnen. Biografische Erfahrungen werden dabei vor dem Hintergrund soziopolitischer und feministischer Diskurse reflektiert. Charakteristisch ist der Einsatz von Text, Fotografie und Film in Verbindung mit der von ihr entwickelten „Looping“ Technik, die Wiederholungs- und Rückbezugsmomente als zentrales gestalterisches Prinzip in ihren Arbeiten nutzt.
In diesem Jahr bestand die Jury aus den Künstler:innen Zuzanna Czebatul, Elmgreen & Dragset und Boris Mikhailov, den Kurator:innen Monika Branicka und Rainald Schumacher, Dr. Silke Manske und Corinna Reuter von der Secco Pontanova Stiftung sowie dem Kurator und Leiter des Kunstvereins Stephan Koal.