Kunstverein

Der Kunstverein Ost – kurz KVOST – wurde 2018 gegründet und widmet sich der Förderung von Künstlern, die aus Osteuropa stammen oder deren Lebensweg und Arbeitsweise von der Erfahrung des ehemaligen Ostblocks geprägt wurden.

Einen spannenden Bezugspunkt bilden dabei die Räumlichkeiten des Kunstvereins im Berliner Stadtteil Mitte, als Teil des einst als sozialistische Utopie entworfenen städtebaulichen Großprojekts Leipziger Straße.

Ihre besondere Lage am geografischen Mittelpunk Berlins, in direkter Nachbarschaft des ehemaligen Mauerstreifens, machen sie zu einem Ort, an dem Geschichte und Gegenwart, Ost und West, unmittelbar aufeinandertreffen.

Mit Atelierstipendien und einem Artist-in-Residence Programm lädt KVOST ausgewählte Künstler dazu ein, dem vielschichtigen Bedeutungsgeflecht des Ortes und seiner Umgebung nachzuspüren oder sich mit anderen Aspekten des Ostens auseinanderzusetzen, und die so entstandenen Werke in Einzelausstellungen zu präsentieren.

Gruppenausstellungen, Kulturreisen und Diskussionsveranstaltungen eröffnen weitere diskursive Begegnungsräume mit ästhetischen, politischen und privaten Narrationen, die den Kulturkomplex Osten jenseits von Klischees und Fremdzuschreibungen umreißen. Gerade vor dem Hintergrund nationalistischer Strömungen, die in vielen europäischen Staaten grelle Blüten treiben, sieht der Kunstverein im kulturellen Austausch eine Chance, Brücken zu bauen.

Mit seinem Programm schließt KVOST eine wichtige Lücke in der Berliner Kulturlandschaft, indem der Osten nicht museal konserviert, sondern als überaus relevanter Resonanzraum für die zeitgenössische Kunstproduktion begriffen wird.

Gründungsmitglieder des Vereins
Dr. med. Mazda Adli, Kathrin Hain, Ingo Pott, Arne Koal,
Stephan Koal (Vorsitzender), Julia Rust (Stellvertretende Vorsitzende), Stefanie Lockwood