Status quo Moldova – Generation Zoomer : Digital Nomads and Their Local Future

Ein Projekt von VOLKER KREIDLER
mit ARIADNA CARP . IRINA GORODIŞTEANU . DARIA POPATENKO . ANASTASIA SHORNIKOVA

Eröffnung . 04.02.2026 . 18 - 21 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft Chișinău, dem KSA:K – Centrul pentru Artă Contemporană, Chișinău sowie VG Bild-Kunst und der Stiftung Kulturwerk.

KVOST TALK am 06.02.2026 um 19 Uhr
Aktuelle Situation der Kunstszene in der Republik Moldau
Talk mit Lilia Dragneva (Künstlerin, Kuratorin und Wissenschaftlerin) und Volker Kreidler (Fotograf und Kurator)Lilia Dragneva ist eine der profiliertesten Kennerin und Aktivistin der moldauischen zeitgenössischen Kunstszene. Sie leitet seit 2000 das Zentrum für zeitgenössische [ksa:k], und ist Kuratorin der Galerie BUNKER in Chișinău. Sie unterrichtet Kunstgeschichte, Management und kuratorische Praktiken an der AMTAP und der Kunsthochschule „Al. Plămădeală”.

Wie entwirft eine junge Generation ihre Zukunft in einem von politischer und wirtschaftlicher Instabilität geprägten Umfeld? Das Projekt Status quo Moldova – Generation Zoomer : Digital Nomads and Their Local Future gibt darauf visuelle Antworten aus der Perspektive der Jugendlichen selbst.

Beteiligt sind 18- bis 22-Jährige Studenten:innen des „Colegiul de Arte Plastice” in Chișinău und die Staatliche Hochschule „Benderskaja Hochschule für Kunst W. I. Postojkin” in Bender (Tighina) in Transnistrien – einer international nicht anerkannten, separat verwalteten Region innerhalb Moldaus. Die jungen Menschen wachsen in einem politisch und gesellschaftlich vielschichtigen Umfeld auf, das ihre Lebens- und Zukunftsvorstellungen prägt.

Im Rahmen eines fotografischen Arbeitsprozesses entwickeln die Teilnehmenden eigene Bildserien, in denen sie Wünsche, Erwartungen und persönliche Realitäten dokumentarisch oder inszeniert ausdrücken. So entsteht eine visuelle Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und Zukunft. Ziel ist eine Fotoserie, die exemplarisch für die Generation Zoomer stehen kann.

Aus jeder beteiligten Kunstschule wurden zwei Fotograf:innen für die finale Präsentation ausgewählt. Ihre Arbeiten werden gemeinsam mit den Porträts der Jugendlichen, fotografiert von Volker Kreidler, in der Ausstellung bei KVOST gezeigt. Die fotografischen Selbstbilder der Teilnehmenden treten somit in Dialog mit der dokumentarischen Außenperspektive.

Die Ausstellung macht sichtbar, wie junge Menschen zwischen lokaler Realität, digitaler Vernetzung und geopolitischer Unsicherheit ihre Zukunft verhandeln – und welche Bilder sie dafür finden.

Volker Kreidler setzt sich seit vielen Jahren mit den Transformationsprozessen und der Topograhie Ost- und Mitteleuropas auseinander. Besonders der soziale Raum, als Speicherort des menschlichen Handelns, steht im Mittelpunkt seiner Arbeit. Er realisiert seit über 30 Jahren Projekte und Ausstellungen.